Dachausbau
richtig geplant
Von der Statik-Prüfung über Dämmung und Genehmigung bis zur Bauabnahme — alles aus einer Hand. Dipl.-Ing. Sinan Kurt, TÜV-zertifizierter Bauleiter und ISO 17024 Sachverständiger.
✓ Dipl.-Ingenieur ✓ TÜV Rheinland Bauleiter ✓ ISO 17024 Sachverständiger ✓ FEM-Statik
Das Wichtigste zuerst
Was ist ein Dachausbau und wann lohnt er sich?
Ein Dachausbau verwandelt ungenutzten Dachboden in vollwertigen Wohnraum, ob als Schlafzimmer, Homeoffice, Kinderzimmer oder eigenständige Mietwohnung. Er zählt zu den wirtschaftlichsten Methoden der Wohnraumerweiterung, da Grundfläche und Dachkonstruktion bereits vorhanden sind.
Doch ein Dachausbau ist weit mehr als Trockenbau und Farbe: Es handelt sich um eine Nutzungsänderung, die baurechtliche, statische, energetische und brandschutztechnische Anforderungen mit sich bringt. Die Dachkonstruktion muss die zusätzlichen Lasten tragen, die Dämmung dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) entsprechen, und in den meisten Fällen ist eine Baugenehmigung erforderlich.
Richtig geplant steigert ein Dachausbau den Wohnkomfort und den Immobilienwert erheblich. Fachleute kalkulieren im Schnitt mit etwa 800 bis 1.500 € pro Quadratmeter, bei einem 50 m² großen Dachgeschoss also mit 40.000 bis 75.000 €. Durch Eigenleistung, kluge Planung und Fördermittel lassen sich die Kosten deutlich senken.
Unsere Leistungen beim Dachausbau
Statik, Bauleitung und Gutachten — aus einer Hand
Der Dachausbau berührt viele Gewerke. Wir begleiten Sie als Statiker, Bauleiter und Sachverständiger durch alle kritischen Phasen:
Statik &
Tragwerk
Prüfung der Tragfähigkeit des Dachstuhls: Kann die bestehende Konstruktion die zusätzlichen Lasten (Dämmung, Trockenbau, Estrich, Möbel, Personen) aufnehmen? Berechnung von Verstärkungsmaßnahmen. Statik für Gauben, Deckendurchbrüche und Treppen.
Baugenehmigung & Nutzungsänderung
Erstellung aller Unterlagen für den Bauantrag: Statische Nachweise, Brandschutzkonzept, GEG-Nachweis. Begleitung durch das Genehmigungsverfahren. Bei WEG: Aufbereitung der Dokumentation für die Eigentümerversammlung.
Baubegleitung &
Abnahme
Als TÜV-zertifizierte Bauleiter überwachen Wir die fachgerechte Ausführung: Dämmung, Dampfbremse, Trockenbau, Brandschutz. Kontrolle der Gewerke-Schnittstellen. Abschließende Abnahme und Dokumentation.
Transparente Kalkulation
Was kostet ein Dachausbau?
Fachleute rechnen im Schnitt mit ca. 1.000 € pro Quadratmeter für einen kompletten Dachausbau zum Wohnraum. Die tatsächlichen Kosten hängen von Ausbaugrad, Materialien und Gebäudezustand ab:

Förderung möglich: Energetische Dachausbauten werden über BAFA (bis 20 % Zuschuss mit iSFP) und KfW (Kredit bis 150.000 €) gefördert. Handwerkerleistungen sind zudem steuerlich absetzbar (bis 1.200 €/Jahr). Wir beraten Sie zu Ihren Fördermöglichkeiten.
Rechtliche Grundlagen
Dachausbau: Genehmigung und Nutzungsänderung
Ein Dachausbau, der neuen Wohnraum schafft, ist in der Regel eine genehmigungspflichtige Nutzungsänderung. Die Voraussetzungen variieren je nach Landesbauordnung, sind aber immer anspruchsvoll:
Mindest-Raumhöhe: In Hessen, NRW und Rheinland-Pfalz müssen Aufenthaltsräume über mehr als der Hälfte ihrer Grundfläche eine lichte Höhe von mindestens 2,20 m aufweisen.
Belichtung: Mindestens 10 % der Grundfläche als Fensterfläche, Dachfenster oder Gauben erforderlich.
Rettungswege: Zwei voneinander unabhängige Rettungswege sind Pflicht. Mindestens ein Fenster muss als Rettungsweg nutzbar sein (Mindestmaße beachten).
Statik: Die Dachkonstruktion muss die zusätzlichen Lasten tragen, statischer Nachweis ist Pflicht.
Dämmung (GEG): Das Gebäudeenergiegesetz schreibt eine Mindestdämmung vor. Dachflächen müssen die aktuellen energetischen Anforderungen erfüllen.
Brandschutz: Je nach Gebäudeklasse: feuerhemmende Türen, Rauchmelder, Brandabschottungen. Bei Mehrfamilienhäusern gelten erhöhte Anforderungen.
In NRW: Ein reiner Dachausbau ohne Änderung des Erscheinungsbilds kann unter bestimmten Bedingungen verfahrensfrei sein, die statische Unbedenklichkeitsbescheinigung durch einen Tragwerksplaner bleibt aber Pflicht. Gauben, Aufstockungen oder Dachterrassen sind immer genehmigungspflichtig.
schritt für schritt
So läuft Ihr Dachausbau ab
Von der ersten Bestandsaufnahme bis zum fertigen Wohnraum, ein professioneller Dachausbau folgt einem klaren Ablauf:
Wichtige Teilbereiche
Die Kernthemen beim Dachausbau
Dämmung (GEG-Pflicht)
Zwischensparrendämmung (30–100 €/m²), Untersparrendämmung (30–90 €/m²) oder Aufsparrendämmung (150–250 €/m²). Eine undichte Dampfbremse führt zu Schimmel, hier entscheidet Sorgfalt über den Erfolg des gesamten Ausbaus.
Dachfenster
Neue Dachflächenfenster kosten inkl. Einbau ca. 1.500–3.000 € pro Stück. Mindestens 10 % der Grundfläche als Fensterfläche sind Pflicht. Vergessen Sie nicht den Sonnenschutz, Dachgeschosse heizen sich im Sommer stark auf.
Dachgaube
Gauben schaffen mehr Stehhöhe, Licht und Raumgefühl. Kosten: 5.000–15.000 € je nach Typ (Schleppgaube, Satteldachgaube, Flachdachgaube). Gauben verändern das Erscheinungsbild und sind immer genehmigungspflichtig. Statische Berechnung Pflicht.
Trockenbau
Dachschrägenverkleidung, Drempelwände, Raumteilung. Kosten: 60–120 €/m² inkl. Material und Montage. Rigips ist günstig (3–5 €/m²), Fermacell robuster und feuchtigkeitsbeständiger (12–18 €/m²). Spachtelqualität vorab klären!
Treppe & Deckendurchbruch
Neuer Zugang zum Dachgeschoss erfordert einen Deckendurchbruch, immer genehmigungspflichtig, immer mit Statiker. Treppenkosten: 3.000–8.000 € je nach Typ (gerade, gewendelt, Spindeltreppe). Elektroleitungen in der Decke vorab prüfen.
Brandschutz
Je nach Gebäudeklasse: feuerhemmende Bekleidungen (F30/F60), Rauchmelder, ggf. Brandmeldeanlagen. Zwei unabhängige Rettungswege sind Pflicht. Frühzeitige Abstimmung mit dem Brandschutzplaner vermeidet teure Nachbesserungen.
Einsatzgebiet
Überregional tätig — vor Ort kompetent
Unser Fachbüro ist in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz tätig. Statische Berechnungen können auch digital und deutschlandweit erstellt werden. Für die Vor-Ort-Begutachtung und Baubegleitung decken wir folgende Regionen ab:
Hessen
Wetzlar, Gießen, Frankfurt, Wiesbaden, Kassel und Umgebung
Nordrhein-Westfalen
Siegen, Gummersbach, Olpe, Köln, Düsseldorf, Dortmund und Umgebung
Rheinland-Pfalz
Altenkirchen, Montabaur, Mainz, Koblenz, Neuwied und Umgebung
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Unverbindliche Erstberatung durch Dipl.-Ing. Sinan Kurt. Statik, Gutachten und Bauleitung,
aus einer Hand, ohne Schnittstellenverluste.
Häufige Fragen
FAQ — Dachausbau
Was kostet ein Dachausbau pro Quadratmeter?
Für einen kompletten Dachausbau zum Wohnraum kalkulieren Fachleute mit ca. 800–1.500 € pro Quadratmeter. Bei 50 m² sind das 40.000–75.000 €. Einfache Ausbauten (nur Dämmung + Trockenbau, kein Bad) sind ab ca. 500 €/m² möglich. Luxuriöse Ausbauten mit Gaube, Bad und hochwertigen Materialien können 2.000 €/m² und mehr kosten.
Brauche ich eine Baugenehmigung für den Dachausbau?
In den meisten Fällen ja — sobald neuer Wohnraum entsteht, liegt eine genehmigungspflichtige Nutzungsänderung vor. Auch Gauben, Aufstockungen und Dachterrassen sind genehmigungspflichtig, da sie das Erscheinungsbild verändern. Der reine Fensteraustausch ist hingegen meist genehmigungsfrei. Die genauen Regelungen finden sich in der jeweiligen Landesbauordnung (BauO NRW, HBO Hessen, LBauO RLP).
Brauche ich einen Statiker für den Dachausbau?
Ja — ein statischer Nachweis ist praktisch immer erforderlich. Der Dachstuhl muss die zusätzlichen Lasten aus Dämmung, Trockenbau, Estrich, Möbeln und Personen tragen können. Besonders bei Altbauten, Gauben, Deckendurchbrüchen und Aufstockungen ist die statische Prüfung unverzichtbar. Auch bei verfahrensfreien Maßnahmen in NRW bleibt die statische Unbedenklichkeitsbescheinigung Pflicht.
Welche Dämmung ist beim Dachausbau Pflicht?
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt eine Mindestdämmung vor. Drei Methoden stehen zur Wahl: Zwischensparrendämmung (günstigste Variante, 30–100 €/m²), Untersparrendämmung (zusätzlich zur Zwischensparrendämmung, 30–90 €/m²) und Aufsparrendämmung (beste Wärmedämmung, aber teuerste Methode, 150–250 €/m²). Entscheidend ist die luftdichte Verlegung der Dampfbremse — Fehler hier führen zu Feuchtigkeit und Schimmel.
Wie hoch muss ein Dachgeschoss mindestens sein?
In Hessen, NRW und Rheinland-Pfalz muss die lichte Raumhöhe über mehr als der Hälfte der Grundfläche mindestens 2,20 m betragen. In anderen Bundesländern (Berlin, Hamburg, Sachsen) sind es 2,30 m. Flächen unter 1,00 m Höhe zählen nicht zur Wohnfläche, Flächen zwischen 1,00 und 2,00 m werden nur zu 50 % angerechnet.
Was kostet eine Dachgaube?
Eine einfache Schleppgaube kostet ca. 5.000–8.000 €, eine Satteldachgaube 8.000–12.000 €, aufwendigere Formen (Walm-, Rundgaube) 10.000–15.000 € und mehr. Hinzu kommen Kosten für Statik (800–2.000 €) und Baugenehmigung. Gauben verändern das Erscheinungsbild des Hauses und sind immer genehmigungspflichtig. Der statische Nachweis für Wind- und Schneelasten ist Pflicht.
Kann ich beim Dachausbau Eigenleistung erbringen?
Ja — und das kann bis zu 40 % der Kosten sparen. Gut geeignet für Eigenleistung sind: Dämmarbeiten (mit Sorgfalt bei der Dampfbremse!), Trockenbau, Bodenbelag verlegen, Malerarbeiten. Nicht in Eigenleistung: Statik, Elektroinstallation, Sanitär, Heizungsanschluss und Gaubeneinbau — hier müssen Fachbetriebe ran. Fehler bei Statik und Dampfbremse werden schnell teurer als die gesparten Kosten.
Gibt es Förderung für den Dachausbau?
Ja, bei energetischen Maßnahmen: BAFA-Zuschuss für Einzelmaßnahmen (bis 15 %, mit individuellem Sanierungsfahrplan bis 20 % — max. 60.000 € Förderbasis). KfW-Kredit für Komplettsanierung zum Effizienzhaus (bis 150.000 € Kredit, bis 25 % Tilgungszuschuss). Steuerbonus für Handwerkerleistungen (bis 1.200 €/Jahr). Wichtig: BAFA/KfW-Förderung muss vor Baubeginn beantragt werden!
Was muss ich bei einer Eigentumswohnung (WEG) beachten?
Der Dachboden gehört in der Regel zum Gemeinschaftseigentum. Nur wenn die Teilungserklärung ein alleiniges Nutzungsrecht einräumt, dürfen Sie den Ausbau planen — und auch dann brauchen Sie die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft. Statik-Gutachten, Brandschutzkonzept und Haftungserklärung sind typische Voraussetzungen für den WEG-Beschluss.
Steigert ein Dachausbau den Immobilienwert?
Ja — ein professionell ausgeführter und vollständig dokumentierter Dachausbau kann den Immobilienwert um 10–20 % steigern. Entscheidend ist die vollständige Dokumentation: Baugenehmigung, Statik-Nachweis, GEG-Nachweis, Abnahmeprotokoll. Ein undokumentierter Ausbau ohne Genehmigung kann den Wert dagegen senken und beim Verkauf zum Ausschlusskriterium werden.